Onboard bei den "ROYAL JORDANIAN FALCONS" in einer EXTRA 300L ueber  Jordanien

Im Februar sind Reto Schneeberger und ich einer Einladung der RJF nachgekommen und besuchten die Kunstflugtruppe in ihrem Heimatland. In Jordanien sind die "Falcons" in Aqaba direkt am Roten Meer beheimatet. Urlaubstechnisch eine recht schoene Gegend, aber wir hatten in dieser Woche nur Augen fuer die Flieger und deren Mannschaft.

 

Da man erst kurz zuvor von einer Fernreise aus Bahrain zurueck kehrte, waren die Techniker noch damit beschaeftigt, den ein oder anderen Flieger erst wieder zusammen zu bauen. Mahmoud Abadi, Bassam Rahamneh und Khaled Sakarneh sorgen fuer einen technischen Klarstand der Extras. Geleitet wird die technische Truppe von Riyad Ayyoub.


 

Der Direktor, Odeh Raja, hat alles und zu jeder Zeit im Griff und unter Kontrolle. Jeden Trainingsflug beobachtet er und kann per Funk vom Boden aus wichtige Informationen an den Leader weiter geben...

Wer kann schon behaupten, eine 30minuetige Airshow nur fuer sich vorgeflogen bekommen zu haben? Bei bestem Wetter genossen wir den perfekt geflogenen Formationsflug. Aussen in "Box Formation", das mittlere Bild zeigt die "T-Formation".

Aber auch "Crossings, Hashemite Break und Up-Side Down" gehoeren ebenso zum spektakulaeren Flugprogramm...

Nach erfolgreich getaner Arbeit noch schnell ein Gruppenfoto, bevor es dann auch fuer die Fotografen ernst wurde...

Am letzten Tag einer langen Trainingswoche durften dann Reto und ich auch an Bord Platz nehmen. All unsere fotografischen Wuensche wurden so gut es ging beruecksichtigt. Reto nahm beim Leader, Jamil Zayyad, Platz und ich entschied mich fuer den Sitz vor dem Slot Piloten, Ahmend Al-Hari. Da wir einen Tag zuvor das "Wadi Rum" per Taxi besuchten, gab es fuer uns nur ein Ziel, um dort unsere Bilder zu schiessen...

"Smoke ON, Formation Takeoff", ertoent es aus dem Kopfhoerer und schon geht es ab. Schnell gewinnen wir an Hoehe, um die benachbarten Berge in Flugrichtung Osten zu ueberfliegen...

Mein Pilot hat seinen Spass mit mir und bringt mich gerne in die vorher verabredeten Fotopositionen...

"Was fuer eine gigantische Gegend", geht es mir durch den Kopf, als ich urploetzlich "kopf ueber" in den Gurten haenge! Ahmend hat uns in einer Fassrolle ums restliche Team geflogen. Man kann sich das sicher gut vorstellen, wenn der Magen dann zeitverzoegert hinterher kommt...!!!

Die Landschaft ist umwerfend von hier oben. Sah sie von unten noch recht toll aus so muss ich nun von gigantisch und traumhaft sprechen. In einer Dreierformation geht es im Tiefflug durch das "Wadi Rum"...

Da man bei der EXTRA nicht nach vorne unten fotografieren kann, flogen wir dem Team kopf ueber hinterher. Am besten erst gar nicht an den Magen denken, den Ausblick geniessen und die anderen Flieger nicht aus dem Sucher verlieren...

Ein riesiger freier Platz am Ende der Schlucht veranlasst unseren Leader zu einem Looping in enger Formation. Wir schliessen auf und schon drueckt es mich mit +4.5G in den Sitz. Die Cam wiegt somit auch das x4.5 fache und es faellt immer schwerer, sie hoch vor dem Auge zu halten...

Und weil das so gut geklappt hat, direkt im Anschluss einen weiteren Looping...

Es geht zurueck durchs "Wadi Rum", um am anderen Ende mal wieder einen Looping zu fliegen...

Der Leader samt Reto fliegt ueber Kopf und es geht im sogenannten "Spiegelflug" weiter. Bevor wir uns auch noch unter die Zwei positionieren, schiesse ich schnell ein Bild von der Seite mit diesem tollen Hintergrund...

Leider geht unsere kleine Flugvorfuehrung im "Wadi Rum" hier auch schon zu Ende und wir begeben uns auf den Heimflug nach Aqaba. Inzwischen hat das Wetter umgeschlagen, ein Sandsturm zog auf und wir haben keine Sicht mehr auf die Erde.

Unser geplantes Vorhaben, ueber der Stadt noch ein paar Runden zu drehen faellt dem Sandsturm zum Opfer und wir nutzen das Restlicht um ueber dem Heimatflughafen noch ein paar Loopings zu drehen. Im Landebreak geht es mit ca. +5.5G und einer Rollrate von 420°/sec nach Hause...
 

Infos zu den RJF:
Internet: www.rjfalcons.com

 

Ganz herzlich moechte ich mich beim Direktor der RJF, Odeh Raja, fuer die Einladung nach Jordanien,
beim kompletten technischen Team fuer die Bereitstellung der vier EXTRAs und die damit verbundenen Ueberstunden
sowie bei den Piloten und ganz besonder bei Ahmend Al-Hari  bedanken.