Onboard eines Bell 206L-3 Hubschraubers ueber der Kueste Floridas

Da wir Roger Buis, den Piloten des Bell 206L-3 und zugleich auch Besitzer das Bell 47 schon laenger persoenlich kennen, war es nur eine Frage der Zeit, wann wir an der Reihe sind fuer einen Rundflug ueber diese herrliche Gegend bei Pensacola. Air-to-Air stand vorerst zwar nicht auf dem Programm, aber ich durfte vorne im Cockpit mitfliegen, was mir natuerlich eine besser Aussicht bescheren sollte.

Ich habe das Gefuehl, dass Roger inzwischen mit uns immer genau so viel Spass hat wie wir mit und bei ihm im Hubschrauber. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht begruesst er mich freundlich und freut sich auf die ersten Selbstportraits, die ich natuerlich auch mit ihm schiesse.

Abgehoben geht es kurz im Tiefflug ueber das Hallenvorfeld (unseren Schatten beachten!) um Fahrt aufzunehmen, um dann in einem Rechtsturn weiter in Richtung Kueste zu fliegen. U.a. wird auch diesmal das Fort Pickens unser Flugziel sein.

Vor uns im Wasser auf einer Landzunge liegt auch schon besagtes Fort. Das wir aber links liegen lassen um weiter im Tiefflug ueber den menschenleeren Strand zu donnern. Menschenleer darum, weil nur ein paar Tage zuvor hier ein Hurrikane die Zufahrtsstrasse ueberflutet und mit Sand ueberfuellt hatte. An ein Durchkommen mit dem Wagen war nicht zu denken!

Ein paar Kunstflugfiguren folgen und mit 45° Schraeglage geht es kurz hinaus aufs Wasser. Herrlich spiegelt sich die untergehende Sonne auf der Wasseroberflaeche waehrend unserem geplanten Rueckflug zur Base. Ueber Funk hoeren wir Bob, der sich uns mit der Bell 47 doch noch zu einem Air-to-Air Shooting "treffen" moechte. *YEAH*

Jetzt rattert der Verschluss meiner Cam, die immerhin bis zu 8 Bilder pro Sekunde schafft. Ich "teste" verschieden lange Belichtungszeiten, um mehr Dynamik in die Rotoren des Bell zu bekommen. Nicht ganz einfach, dabei auch noch den Hauptrotor
in paralleler Fluglage zum Hubschrauber zu bekommen.

Einfach nur traumhaft, das Licht der untergehenden Abendsonne auf der Bell. Von mir aus haette der Flug so mit dem Air-to-Air Shooting auch noch Stunden laenger dauern koennen. Roger haelt unseren Hubschrauber perfekt parallel und dabei noch schoen ruhig in der Luft.

Oefters wechseln wir unsere Fotoposition, um auch mal in den Genuss des Gegenlichts zu kommen und damit der Passagier bei Bob auch uns mal im rechten Licht fotografieren kann. Die Blende weit geschlossen, so wird die Sonne schoen zum leuchtenden Stern mit echten Strahlen.

Viel zu Schnell geht aber auch dieser Flug irgend wann mal zu Ende. Wir ueberfliegen Bobs Bell-47 und kehren nun endgueltig zur Base zurueck. Ich schiesse noch schnell ein paar Bilder etwas weiter weg vom Fenster, so dass meine Bilder den Anschein haben, eingerahmt zu sein.

Im Landeanflug sieht man die Flugzeuge der Trainings- und Ausbildungsstaffeln, die ja hier in Pensacola stationiert sind.


Unsere Flugroute:

Wir sind knappe 15 Minuten geflogen und haben dabei ca. 20km zurueck gelegt.

Fazit:
Sobald sich wieder die Moeglichkeit fuer mich ergibt, ueber so eine tolle Gegend zu fliegen, ich nutze die Gelegenheit und geniesse jede Sekunde von so einem herrlichen Mitflug.

Ganz herzlich moechte ich mich bei meinem Piloten Roger und bei Bob im anderen Hubi bedanken.